Leopold von Ranke, einer der berühmtesten deutschen Historiker, beschrieb den Grundsatz von Geschichte wie folgt: Geschichte sollte zeigen, was aktuell geschieht. Genau dies wollen wir mit unseren Stadtführungen erreichen: wir erforschen, was aktuell passiert und setzen dies in den geschichtlichen Kontext, um Ihnen ein umfassendes Bild vermitteln zu können...
» Im Folgenden finden Sie Beispiele für durchgeführte Themenrecherchen:
Vor mehr als zwei Jahren beauftragte uns eine Gruppe von amerikanischen Militärhistorikern für eine Stadtführung zum Thema "Schlacht um Berlin". Die Stadtführung existierte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, somit mussten wir echte Grundlagenarbeit leisten, um der Gruppe einen abwechslungsreichen und sehr informativen Rundgang anbieten zu können. Wir starten somit mit sehr grundlegenden Fragen wie: - Wo fing die "Schlacht um Berlin" eigentlich an? (Seelower Höhen!) - Welche Strategien und Ziele verfolgte Stalin und seine Marschälle? (Konkurrenz Shukov – Konjev...) - Wie kämpfte man wo? - Was hatten Soldaten und Bevölkerung zu erleiden? - Was kann man heute noch von den Ereignissen sehen? Wir begannen, uns zunächst in die existierende Literatur einzulesen. Das erworbene Wissen vertieften wir in den lokalen Archiven, insbesondere das vorliegende Karten- und Bildmaterial half uns weiter. Mit den dokumentierten Erkenntnissen suchten wir die Orginalschauplätze auf und führten die verschiedenen Informationen zusammen. Abschließend diskutierten und erarbeiteten wir uns eine Stadtführung, die die wichtigsten Schauplätze verknüpft und die heute sichtbaren Spuren dieser Schlacht am imprägnantesten wiederspiegeln. Die Stadtführung fand und findet bei unseren Kunden soviel Zuspruch, dass sie in unser reguläres Angebot aufgenommen wurde.
Einer unserer Ost-Berliner Historiker erarbeitete für eine internationale Gruppe von Doktoren des deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) eine Stadtführung zum Thema: Auf den Spuren der Wiedervereinigung. Ein kurzer Überblick zeigt Ihnen den hohen Anspruch unserer Stadtführungen, der durch viele Hintergrundgeschichten während der Führung gesteigert wird. Man findet in Berlin-Mitte überall Spuren der Wiedervereinigung, teilweise versteckt, teilweise erst auf den zweiten Blick. Beginnend mit dem Marx-Engles Forum, dem Denkmal der politisch-ideologischen Zentral-Monument der DDR, mit Blick auf den Fernsehturm, also am 'Hauptplatz' des stolzen sozialistischen Deutschland, führt die Stadtführung zum Standort des gewesenen "Palastes der Republik", an dem das von der DDR aus ideologischen Gründen gesprengte, barocke Stadtschloss stand... Weitere Stationen: das "Deutsche Historische Museum", das "Palais Unter den Linden" (ehemaliges Kronprinzenpalais), wo am 31. August 1990 der Einigungsvertrag unterzeichnet wurde, die "Neue Wache", die nicht mehr "marxistisch-leninistische" Humboldt-Universität, die ehemalige sowjetische Botschaft, die Regierungsbauten "Unter den Linden", die Repräsentanz der Europäischen Union, den Pariser Platz, das Brandenburger Tor, das Jakob-Kaiser-Haus, das Reichstagsgebäude, das "Band des Bundes", das Kanzleramt und vieles mehr ...
Eine Gruppe von Offizieren buchte eine Stadtführung für Potsdam, und zwar mit dem ausdrücklichen Wunsch, die Schlachten von Friedrich dem Großen und den 2.Weltkrieg miteinzubinden. Folgende Stationen beinhaltet unsere Stadtführung, die mit umfangreichen Hintergrundinformationen bzgl. der Person Friedrich und "seinen" Schlachtstrategien abgerundet wird: Schlosspark von Sanssouci, Garnisonskirche in Potsdam, Potsdamer "Brandenburger Tor", Park von Sanssouci, Schloss "Sanssouci", das "Neue Palais", vorbei an der "verbotenen Stadt" der Sowjets, "Alexandrowka" (1827), Schloss Cecilienhof, Glienicker Brücke, Schloss Glienicke.”
Für eine Austauschgruppe der amerikanischen Botschaft recherchierten wir die Berührungspunkte zwischen Amerikanern und Deutschen in Geschichte und Gegenwart. Aus den vielen Informationen und Details wurde folgende Stadtführung erarbeitet. Beginnend mit einem Überblick über das moderne Verhältnis zwischen Deutschland und der USA, das seinen Ursprung 1918 mit dem amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson fand, wird ein Bogen in die Vergangenheit geschlagen. Dort schlug Wilson den maßvollsten und liberalsten Umgang aller Alliierten mit den Deutschen nach dem 2.Weltkrieg vor. Die Stadtführung führt die Friedrichstrasse entlang, mit einer Diskussion über die 20er Jahre und den bedeutendsten amerikanischen Künstlern in Berlin. Anhand der Humboldt Universität wird das Verhältnis zwischen amerikanischer und deutscher Wissenschaft erläutert. Über den Bebelplatz, den Ort der nationalsozialistischen Bücherverbrennung, gelangte man zum Gendarmenmarkt. Wir diskutieren die amerikanische Rolle im Kalten Krieg und besuchen Orginalschauplätze der Berliner Mauer. Nachdem wir den Ort des früheren Führerbunkers und das Holocaust-Denkmal (amerikanischer Architekt Peter Eisenman) passieren, endet die Stadtführung direkt vor der amerikanischen Botschaft. Stationen der Stadtführung: US-Botschaft, Kongresshalle, Amerika-Haus, Clay-Allee (mit eventueller Schleife über das Olympia-Gelände), Amerika-Gedenk-Bibliothek, Jüdischem Museum, Checkpoint Charlie, Gendarmen-Markt, Opern-Platz (Forum Fridericianum), Museumsinsel, Synagoge...und vieles mehr.
Für den 40sten Geburtstag eines guten Freundes beauftragte uns ein Lehrer für eine Stadtführung über den Bezirk, in dem das Geburtstagskind aufgewachsen war. Unser Stadtführer begann nun in Bibliotheken und Bücherarchiven nach interessanten, skurrilen und bedeutenden Geschichten des Bezirkes zu suchen. Wie immer bei einer fundierten Recherche wurde eine Vielzahl an Bildern, Texten und Details aus der direkten Umgebung des Geburtstagskindes gefunden. Eine spannende Stadtführung mit manch persönlicher Überraschung war vorbereitet und wurde begeistert bewertet!